Das ****Hotel liegt eingebettet in Kultur & Kulinarik am multikulturellen Naschmarkt, gegenüber dem Papagenotor des Theaters an der Wien, nur wenige Gehminuten von der Oper, dem Musikverein, dem Museumsquartier, den traditionsreichsten Wiener Kaffeehäusern und Einkaufsstraßen.
Die Eigentümer führen selbst dieses traditionsreiche Boutique-Hotel. Gerne erzählt Barbara Ludwig über ihren Bezug zu Wien, seiner Kultur und dem berühmten Komponisten.

 

Wien auf 6 Stockwerken

Das Beethoven fängt ein, was Wien anders macht. Hier werden Geschichten zur Umgebung und ihrer Historie, dem Wesen der Stadt, erzählt. Jeder Stock ist einem bestimmten Thema gewidmet und macht den Wienbezug mit prägenden Persönlichkeiten erlebbar.

Während der Vorbereitung der Neugestaltung haben wir Institutionen kontaktiert und sind Menschen begegnet, mit denen wir die Stockwerkkonzepte erarbeitet haben. Viele Ideen entwickelten sich auf der Grundlage historischen Wissens, archivierter Geschichte und reproduzierbarer Originale. Wien lässt sich auf vielfältige Art und aus so unterschiedlichen Gesichtspunkten erzählen.

Raimund Brunnmair, Nicht-Wiener, Innenarchitekt und kunstaffiner gelernter Tischler, hat die den Facettenreichtum der Inspirationen fokussiert und die einzelnen Stockwerke und Zimmer den unterschiedlichen Seiten des Wiener Lebens und jeweils dafür repräsentativen Persönlichkeiten gewidmet.

Wir haben hier bei uns Originale und Reproduktionen, limitierte Auflagen von historischen Tapeten, Bühnenbildern und Theaterzetteln, Photographien und Musterbücher, Portraits und Biographien. Unser besonderer Dank dafür gilt der Secession, dem Theater an der Wien, dem Kunsthistorischen Museum, dem Theatermuseum, dem Wien Museum und dem Technischem Museum.

Seit Herbst 2014 laden wir am Wochenende in der Papageno Lounge zu einem Salonkonzert mit Wiener Klassik für Klavier und Cello ein. Der Bösendorfer-Flügel bedeutet mir persönlich sehr viel, er ist der meiner Mutter.

Erster Stock: Die Wiener Kaffeehausliteraten

Das Wiener Kaffeehaus ist nicht nur UNESCO-Weltkulturerbe, sondern eine Institution, die so viel mehr als nur Kaffee bietet. In Sprache gefasste Kultur, verfasst im Kaffeehaus, verdanken wir vor allem den Literaten der Jahrhundertwende, die sich in einer jüdischen Tradition von Erzählern sahen.
Jedes Zimmer im ersten Stock ist einem dieser Kaffeehaus-Literaten gewidmet. Hier finden Sie Informationen über ihr Leben, ihre Eigenheiten und Zitate.

Widmung der Zimmer: Egon Friedell; Hermann Bahr; Peter Altenberg; Friedrich Torberg; Joseph Roth; Karl Kraus; Hugo von Hofmannsthal; Stefan Zweig und Anton Kuh.

Im Bücherturm der Papageno-Lounge und im Salon Ludwig können unsere Gäste Werken aus dieser Epoche finden. An speziellen Kulturabenden wird daraus vor Publikum gelesen.

 

Zweiter Stock: Die Secession

Die Fassade unseres Nachbarn zur Linken schmückt der Wahlspruch „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“ von Ludwig Hevesi. Mit ihrem „Krauthappel“ (Kohlkopf), einer Kuppel aus vergoldetem Blätterwerk aus Bronze, ist sie ein Symbol für den Freigeist der Wiener Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Finanziert von den Mitgliedern der gleichnamigen Künstlervereinigung, kuratierten die Begründer des Wiener Jugendstils in ihrem Ausstellungsgebäude, als Gegenpol zum vorherrschenden, auf dem Historismus beharrenden Konservatismus.

Bemerkenswert war die von Josef Hoffmann geleitete, Ludwig van Beethoven gewidmete, 14. Ausstellung der Secession, 1902. Das berühmteste noch immer in diesem Museum befindliche Ausstellungsobjekt ist der rekonstruierte Beethovenfries. Das Hotel Beethoven ist Förderer der Secession.

In den Zimmern finden Sie Inspirationen wie Ausstellungplakate und Nachdrucke von Original-Motiven zeitgenössischer und historischer Künstler der Secession.

Widmung der Zimmer: Joseph Maria Olbrich, Erbauer der Wiener Secession; Gründung der Secession; Gustav Klimt und der Beethoven Fries; Beethoven Ausstellung 1902 und Oliver Laric 2016; Friedrich Kiesler; Egon Schiele; Kolo Moser; Francis Alÿs; Marc Camille Chaimowicz.

 

Driiter Stock: Ludwig van Beethoven, seine Zeit und meine Prägung

Barbara Ludwig erzählt: „Beethoven, das Leben im Biedermeier und meine Kindheit mit meiner ambitionierten Mutter Sissy: aufgewachsen mit Klavier und Hausmusik – zwischen Biedermeiermöbeln und Etüden – liebe ich Beethoven. Das Sammeln von Antiquitäten war eine Leidenschaft meiner Mutter. Im Hotel Beethoven findet sich nun beides wieder, die Klaviernoten und viele der Stilmöbel aus meinem Elternhaus.“

Das Wiener Bürgertum des Vormärz, dem politische Einflussnahme untersagt war, verlagerte sein Interesse in den privaten, kulturellen Bereich und entwickelte eine Tradition, die noch heute geschätzt wird. Der damalige hohe Stellenwert von Kunst und Kultur spiegelte sich in den Gründungen zahlreicher Institutionen wie der Gesellschaft der Musikfreunde, den Wiener Philharmonikern und der Etablierung der Salon-Kultur wider.

Widmung der Zimmer: Ferdinand Georg Waldmüller, Biedermeiermaler; der Wiener Salon; die Wiener Hausmusik; Architektur und Möbel der Biedermeierzeit; Joseph Haydn; Franz Liszt; der Wiener Walzer; die legendäre Strauss-Dynastie, und natürlich Ludwig van Beethoven.
 

Vierter Stock: Das Theater an der Wien

Dieser Nachbar zu unserer Rechten war kein Hoftheater, sondern eines fürs Volk. Besucher, ausgestattet mit Picknickkörben und um keinen Zwischenruf verlegen, machten das im privaten Eigentum stehende Theater zu einem wahrhaft fröhlichen Schauplatz. Im 19. Jahrhundert wurde die finanzielle Gefährdung mittels einer Lotterie abgewendet und das Theater gehörte so „dem Volk“. Der unternehmerische Mut führte zu vielen Uraufführungen von Nestroy, Johann Strauss und Beethoven. Viele ihrer bedeutendsten Werke wurden hier zum ersten Mal gespielt.

Ludwig van Beethoven lebte zwei Jahre im hinteren Trakt des Gebäudes und dirigierte seine Eroica bei ihrer Uraufführung selbst.

Widmung der Zimmer: Schikaneders Papagenotor (Mozarts Librettist, Mit-Erbauer des Theaters, verewigt am barocken ehemaligen Haupteingang); Fanny Elssler, eine der ersten auch in Amerika renommierten internationalen Balletttänzerinnen; Theateruraufführungen; Theaterarchitektur; Genius Loci; das neue Opernhaus; Nikolaus Harnoncourt; Placido Domingo, und Benjamin Brittens „Peter Grimes“.

 

Fünfter Stock: Liebe und Lust in Wien

Das Hotel Beethoven liegt ganz nah am Wienfluss, in einem ehemaligen „Wäschermädl-Viertel“. Franz Joseph I. ließ die Stadtmauer zu Gunsten der Vergrößerung schleifen und die repräsentativen Bauten an der neuen Prunkstraße, dem Ring, im historistischen Stil erbauen. Neben Prachtbauten wie der Staatsoper, dem Burgtheater und dem Parlament errichteten erstmals auch wohlhabende Bürger hier ihre Paläste.

Unter der heutigen U4-Linie floss damals wie heute der Wien-Fluss, Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht reguliert. Sein Ufer war Arbeitsplatz der Wiener Wäschermädln, welche hier Wäsche wuschen und einen lebenslustigen, leicht anrüchigen Ruf hatten.

Der tiefe Ernst und die Leichtigkeit der Liebe sind Teil von Wien mit seinem Charme, seiner Sinnlichkeit, Freiheit und Morbidität. All das findet Platz in unserem fünften Stock.

Widmung der Zimmer: die Muse vieler Künstler, Alma Mahler; der Begründer der Psychoanalyse und Sexualforschung, Sigmund Freud; Katharina Schratt, 35 Jahre die Liebschaft von Kaiser Franz Joseph; die der männlichen Phantasie entsprungene erotische Figur Josefine Mutzenbacher; Arthur Schnitzler, Schriftsteller, der die Liebe zu einem Hauptthema seiner Werke macht; die Habsburger Regentin und 16-fache Mutter Maria Theresia; die aus Wien nach Hollywood emigrierte Hedy Lamarr, berühmt wegen einer Nacktszene in einem Film, Erfinderin von Vorläufern heute unentbehrlicher Technologie.

 

Sechster Stock: Starke Frauen des Fin de Siecle

Den starken Wiener Frauen huldigen wir im 6. Stock. Ob Erfinderin, Femme fatale, Muse, Netzwerkerin oder Reformerin, Frauen spielen in unserem obersten Stockwerk die Hauptrolle.

Widmung der Zimmer: Elisabeth Petznek, die Rote Erzherzogin; Künstlerin, Designerin und Modeschöpferin Emilie Flöge; erste weibliche Friedensnobelpreisträgerin, Bertha von Suttner; und bedeutendste Wiener Salonniere, Berta Zuckerkandl-Szeps.